Hornhautverkrümmung: Doctor-medic Bányai erklärt die wichtigsten Werte
Hornhautverkrümmung Werte werden in Dioptrien (dpt) angegeben und beschreiben, wie stark die beiden Hauptkrümmungsachsen der Hornhaut voneinander abweichen. Werte unter 0,5 dpt gelten als physiologisch und erfordern in der Regel keine Korrektur. Ab etwa 0,75 bis 1,0 dpt empfiehlt sich eine augenärztliche Beurteilung, da Betroffene häufig über verschwommenes oder verzerrtes Sehen klagen.
Im Brillenrezept erscheinen diese Werte als Zylinder (Cyl oder Zyl) mit einem zugehörigen Achswinkel. Ob eine Korrektur notwendig ist, hängt neben dem Messwert auch von den individuellen Beschwerden und möglichen Begleitfehlsichtigkeiten ab. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie die Schweregrade der Hornhautverkrümmung eingeteilt werden, was die Werte in der Tabelle bedeuten und ab wann eine Behandlung infrage kommt.
Welcher Wert für Hornhautverkrümmung ist normal?
Eine gewisse Hornhautverkrümmung ist anatomisch normal und bei nahezu allen Menschen vorhanden. Werte bis etwa 0,5 Dioptrien werden von Augenärzten in der Regel nicht korrigiert, da das Sehen dadurch kaum beeinträchtigt wird. Ab 0,75 dpt kann eine Korrektur sinnvoll sein, sobald Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenbrennen oder verschwommenes Sehen auftreten.
Einer bevölkerungsbasierten Untersuchung der Gutenberg-Gesundheitsstudie zufolge weisen 13 Prozent der deutschen Erwachsenen einen korrektionsbedürftigen Astigmatismus von mehr als 1,0 Dioptrie auf (Schuster et al. 2017, n = 13.558 Teilnehmer).[1] Leichtere Ausprägungen sind noch wesentlich häufiger und betreffen einen Großteil der Bevölkerung, ohne dass die Betroffenen davon wissen.
Die Krümmung der Hornhaut fällt nicht auf beiden Augen gleich stark aus. Während der reguläre Astigmatismus in seiner Ausprägung meist konstant bleibt, kann sich ein irregulärer Astigmatismus (zum Beispiel bei Keratokonus) im Laufe des Lebens verschlechtern. Je nachdem, ob zusätzlich eine Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder Alterssichtigkeit vorliegt, werden positive oder negative Dioptrienwerte zur Korrektur benötigt.
Hornhautverkrümmung Werte: Tabelle nach Schweregrad
Die folgende Tabelle zeigt die gebräuchliche Einteilung der Hornhautverkrümmung nach Schweregrad mit den typischen Zylinderwerten in Dioptrien, möglichen Beschwerden und einer Einschätzung, ob eine Korrektur empfohlen wird. Die genaue Beurteilung trifft immer der behandelnde Augenarzt auf Basis des Gesamtbefunds.
| Schweregrad | Zylinderwert (dpt) | Typische Beschwerden | Korrektur empfohlen? |
|---|---|---|---|
| Leicht | unter 1,0 dpt | Meist keine Beschwerden, gelegentlich leichte Unschärfe | Nur bei Beschwerden |
| Mittel | 1,0 bis unter 2,0 dpt | Verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, Augenermüdung beim Lesen | In der Regel ja |
| Stark | 2,0 bis unter 3,0 dpt | Deutlich verzerrtes Sehen in Nähe und Ferne, Augenbrennen | Ja, torische Sehhilfen |
| Sehr stark | 3,0 dpt und mehr | Erhebliche Sehminderung, häufig kombiniert mit weiterer Fehlsichtigkeit | Ja, spezialisierte Versorgung |
Die Einteilung orientiert sich an klinisch gebräuchlichen Schwellenwerten aus der ophthalmologischen Praxis. Entscheidend für die Behandlungsplanung ist nicht allein der Zylinderwert, sondern das Zusammenspiel aus Stärke, Achslage, Begleitfehlsichtigkeit und individuellem Leidensdruck.
Leichte Hornhautverkrümmung Werte
Von einer leichten Hornhautverkrümmung spricht man bei Zylinderwerten unter 1,0 Dioptrie. Viele Menschen haben solche Werte, ohne es zu bemerken, da die Sehschärfe kaum beeinträchtigt wird. Beschwerden bleiben in dieser Ausprägung häufig vollständig aus.
Bei Werten ab etwa 0,25 dpt bis 0,5 dpt können normale Brillengläser oder Kontaktlinsen eine Korrektur übernehmen, sofern der Augenarzt eine Sehhilfe empfiehlt. Bei einem leichten Astigmatismus entscheidet letztlich das subjektive Sehempfinden, ob eine Versorgung sinnvoll ist.
Die Ursachen einer Hornhautverkrümmung sind häufig genetisch bedingt und lassen sich damit nicht gezielt verhindern.

Mittlere Hornhautverkrümmung Werte
Bei Zylinderwerten zwischen 1,0 und unter 2,0 Dioptrien ist eine Korrektur in den meisten Fällen empfehlenswert. Betroffene bemerken häufig ein verschwommenes oder leicht verzerrtes Bild, insbesondere beim Lesen, bei Bildschirmarbeit oder in der Dämmerung. Auch Kopfschmerzen und schnelle Augenermüdung können auf einen mittleren Astigmatismus hinweisen.
Standardbrillen und weiche Kontaktlinsen eignen sich in dieser Stärke zur Korrektur, soweit der behandelnde Optiker oder Augenarzt dies bestätigt. Liegt zusätzlich eine Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit vor, werden die Gläser entsprechend kombiniert.
Starke Hornhautverkrümmung Werte
Ab einem Zylinderwert von 2,0 Dioptrien spricht man von einer stärkeren Hornhautverkrümmung. Betroffene leiden häufig unter einem deutlich verzerrten und unscharfen Sehen, sowohl in der Ferne als auch in der Nähe. Zusätzlich können Symptome wie Augenbrennen und Kopfschmerzen die Lebensqualität einschränken, da das Auge ständig versucht, das unscharfe Bild durch Anpassung der Brechkraft auszugleichen.
In einer deutschen Studie mit 23.239 ausgewerteten Augen wiesen 8 Prozent der Fälle einen kornealen Astigmatismus von mehr als 2,0 Dioptrien auf, 2,6 Prozent sogar mehr als 3,0 Dioptrien (Hoffmann & Hütz 2010).[2] Bei solchen Werten sind torische Kontaktlinsen oder torische Brillengläser notwendig, die die Brechkraft in der entsprechenden Achse gezielt korrigieren.
Mit dem Zylinderwert (Cyl/Zyl) wird die Hornhautverkrümmung bei Kontaktlinsen korrigiert, die man in der Fachsprache als torische Kontaktlinsen bezeichnet. Brillenträger benötigen in diesem Fall torische Brillengläser. Wenn die Hornhautverkrümmung stabil ist und bestimmte anatomische Voraussetzungen vorliegen, kann auch ein Laserverfahren eine dauerhafte Korrektur ermöglichen.
Zylinderwert: Was bedeutet er im Brillenrezept?
Im Brillenrezept oder bei der Kontaktlinsenanpassung erscheint die Hornhautverkrümmung als Zylinder, abgekürzt Cyl oder Zyl. Dieser Wert gibt an, wie stark die beiden Hauptkrümmungsachsen der Hornhaut voneinander abweichen. Zusammen mit dem Zylinderwert wird immer ein Achswinkel in Grad angegeben, der beschreibt, in welcher Richtung die stärkere Krümmung liegt.
Ein negativer Zylinderwert (zum Beispiel: Zyl -1,25) entspricht einem kurzsichtigen Astigmatismus, ein positiver Zylinderwert einem weitsichtigen Astigmatismus. Beide Formen werden je nach Achslage als Astigmatismus rectus (mit der Regel) oder Astigmatismus inversus (gegen die Regel) klassifiziert. Diese Unterscheidung ist für die Brillenanpassung relevant, beeinflusst aber nicht grundsätzlich, ob eine Behandlung notwendig ist.
Bei Verdacht auf Hornhautverkrümmung kann ein Astigmatismus-Test online einen ersten Anhaltspunkt liefern. Eine exakte Messung des Zylinderwerts ist jedoch nur durch eine augenärztliche Untersuchung möglich.
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Hornhautverkrümmung behandeln — bei Bányai Neue Augen in Stuttgart und Karlsruhe
Im Augenlaserzentrum Bányai Neue Augen in Stuttgart und Karlsruhe werden Hornhautverkrümmungen individuell beurteilt und behandelt. Das Team rund um Dr. med. Daniel Bányai und Doctor-medic Liliana-Julia Bányai verfügt über 28 Jahre Erfahrung und hat bislang mehr als 51.000 Augenlaserbehandlungen durchgeführt.
Im Rahmen eines unverbindlichen Beratungsgesprächs wird geprüft, welche Methode für Ihre individuellen Zylinderwerte, Achslage und Begleitfehlsichtigkeit geeignet ist. Zu den eingesetzten Verfahren gehören unter anderem SMILE® Pro und PRESBYOND®. Ob ein Laserverfahren für Sie infrage kommt, hängt von anatomischen Voraussetzungen ab, die in einer gründlichen Voruntersuchung ermittelt werden.
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Häufige Fragen zu Hornhautverkrümmung Werten
Eine verbindliche gesetzliche Grenze gibt es nicht. In der Praxis empfehlen Augenärzte eine Korrektur ab etwa 0,75 bis 1,0 Dioptrien, sobald Beschwerden wie unscharfes Sehen, Kopfschmerzen oder Augenermüdung auftreten. Bei geringeren Werten (unter 0,5 dpt) ist meist keine Korrektur erforderlich.
Der Zylinderwert (Cyl oder Zyl) gibt die Stärke der Hornhautverkrümmung in Dioptrien an. Er beschreibt, wie stark die beiden Hauptkrümmungsachsen der Hornhaut voneinander abweichen. Zusammen mit dem Zylinderwert steht immer ein Achswinkel in Grad, der angibt, in welcher Richtung die stärkere Brechkraft liegt. Ein negativer Wert steht für einen kurzsichtigen Astigmatismus, ein positiver Wert für einen weitsichtigen Astigmatismus.
Bei Säuglingen ist eine stärkere Hornhautverkrümmung häufig physiologisch und bildet sich in den ersten Lebensjahren oft spontan zurück. Bei Schulkindern gelten ähnliche Richtwerte wie bei Erwachsenen: Ab etwa 1,0 Dioptrie und bei vorhandenen Beschwerden empfiehlt sich eine Korrektur. Eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle ist wichtig, da ein nicht korrigierter Astigmatismus bei Kindern die Sehentwicklung beeinflussen kann.
Eine Laserbehandlung kann bei Hornhautverkrümmungen in einem bestimmten Wertebereich infrage kommen, der je nach Verfahren variiert. Entscheidend sind neben dem Zylinderwert die Hornhautdicke, die Stabilität der Fehlsichtigkeit und mögliche Begleitbefunde. Ob ein Laserverfahren für Sie geeignet ist, lässt sich nur in einer individuellen Voruntersuchung feststellen. Bei Bányai Neue Augen erfolgt diese Prüfung im Rahmen eines unverbindlichen Beratungsgesprächs in Stuttgart oder Karlsruhe.
Laut der Gutenberg-Gesundheitsstudie, einer bevölkerungsrepräsentativen Untersuchung mit über 13.000 Teilnehmern in Deutschland, weisen 13 Prozent der Erwachsenen einen korrektionsbedürftigen Astigmatismus von mehr als 1,0 Dioptrie auf. Leichtere Ausprägungen sind noch häufiger und werden von vielen Betroffenen nicht wahrgenommen, da sie keine wesentlichen Beschwerden verursachen.
Quellen
[1] Schuster AKG et al. (2017): Refractive, corneal and ocular residual astigmatism: distribution in a German population and age-dependency — the Gutenberg Health Study. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 255(12):2493–2501. PubMed 28823075
[2] Hoffmann PC, Hütz WW (2010): Analysis of biometry and prevalence data for corneal astigmatism in 23,239 eyes. J Cataract Refract Surg. 36(9):1479–1485. PubMed 20692558
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