Sehstörungen – Ursachen, Symptome, Risiken

Doctor-Medic Liliana Bányai

Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai

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21. April 2022 9 Minuten Lesezeit
Letzte Änderung: 20. September 2022
Sehstörungen - Ursachen, Symptome, Risiken

Als Sehstörungen werden in der Augenheilkunde Veränderungen der optischen Wahrnehmung bezeichnet. Dazu zählen beispielsweise eine verminderte Sehschärfe, Gesichtsfeldeinschränkungen, Augenflimmern oder Doppelbilder.

Die Ursachen sind unterschiedlich und reichen von Augenerkrankungen über neurologische Störungen bis hin zu Hirntumoren. Zudem lösen körperliche Probleme wie Stress oder Migräne diverse Sehstörungen aus. Auch starke Verspannungen im Nacken, die von der Halswirbelsäule ausgehen, können zu einer Veränderung der Wahrnehmung führen. Übergewicht und Diabetes Mellitus können ebenfalls Auslöser sein. 

In diesem Blogartikel erfahren Sie wichtige Informationen über Sehstörungen, wie ein Arzt und Facharzt der Augenheilkunde sie behandelt und was man vorbeugend dagegen tun kann.

Sehstörungen Symptome – Welche Arten gibt es?

Sehstörungen gehen mit unterschiedlichen Symptomen einher, wie beispielsweise Lichtblitze, bunte Zacken, Flimmern oder Nebel vor den Augen. Manche Betroffene sehen fliegende Mücken, Doppelbilder oder leiden an Gesichtsfeldausfällen.

Sehstörungen Symptome - welche Arten gibt es?

Ärzte verstehen unter einer Sehstörung alle Veränderungen unseres Sehvermögens. Sie können sich schleichend entwickeln oder ganz plötzlich auftreten. Das Sehvermögen der Kinder ist besonders anfällig für Störungen. Veränderungen können auf einem Auge auftreten oder auf beiden Augen. Manchmal sind Sehprobleme harmlos, doch meistens sind sie ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung, die sofort behandelt werden muss.

So unterschiedlich die Symptome sind, so verschieden sind auch die Ursachen von Sehstörungen. Probleme mit dem Kreislauf oder Stress lösen meist vorübergehende Sehstörungen aus. Auch in der Schwangerschaft kann sich das Sehvermögen verändern. Plötzliche Sehstörungen gehen oft von einer Migräne aus und können von starken Kopfschmerzen begleitet werden. Auch Übelkeit oder Schwindelgefühl sind verbreitete Begleiter von Sehstörungen. Starke Nackenverspannungen im Bereich der Halswirbelsäule oder Nebenwirkungen von Medikamenten sind ebenfalls Ursachen für eine veränderte Wahrnehmung. Bei einem Schlaganfall oder einer Netzhautablösung sollte sofort ein Augenarzt kontaktiert werden. 

Nachtblindheit

Menschen mit Nachtblindheit (Nyktalopie) sehen in der Dunkelheit nicht viel oder überhaupt nichts mehr. Es fällt ihnen schwer, sich zu orientieren. Schuld daran ist eine Fehlfunktion der Lichtsinneszellen in der Netzhaut. Hinter der Nachtblindheit kann auch eine vererbte Augenkrankheit (Retinitis pigmentosa) stecken. Diese Erkrankung ist ein Gendefekt, der die Sehkraft schleichend verschlechtert. Entwickelt sich die Nachtblindheit erst mit der Zeit, kann eine Netzhautablösung dahinter stecken. 

Lichtblitze, Zick-Zack Linien, Flimmern

Manche Menschen mit Sehstörungen sehen bunte Zacken, Lichtblitze oder nehmen ein Augenflimmern wahr. Diese Lichterscheinungen werden “Photopsie” genannt und sind häufige Begleiter bei Migräne oder Epilepsie. Auch bei einer Augenmigräne können solche Lichtphänomene auftauchen. Kopfschmerzen und andere Symptome wie Augenflimmern, Lichtblitze oder Gesichtsfeldeinschränkungen sind bei einer Augenmigräne typisch

Plötzliche Sehstörungen verschwinden in der Regel wieder von selbst. Wenn nicht, sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen. Denn die Netzhaut kann sich ablösen oder der Glaskörper abheben. Dies kann zur vollständigen Blindheit führen. 

Doppelbilder (Diplopie)

Doppelbilder sind nicht nur Nebenerscheinungen, wenn man zu viel Alkohol getrunken hat. Vielmehr sind sie eine Folge von Augenerkrankungen oder andere Krankheiten. Eine Störung der Augenmuskeln, bestimmter Hirnnerven oder die Autoimmunkrankheit “Multiple Sklerose” können Ursachen sein. Auch eine Hornhautverkrümmung oder ein Grauer Star (Katarakt) können Doppelbilder auf einem Auge verursachen (monokulare Diplopie).

Farbfehlsichtigkeit und Farbenblindheit

Eine Farbschwäche und Farbenblindheit sind Formen der Farbfehlsichtigkeit. Fälschlicherweise werden diese drei Begriffe oft als Synonym verwendet.

Für das Farbensehen sind spezielle lichtempfindliche Zellen in der Netzhaut zuständig – die Zapfen. Aufgrund einer Fehlfunktion dieser Zapfen nimmt man bei einer Farbschwäche bestimmte Farben schlechter wahr oder werden bei ungünstigen Lichtverhältnissen sogar verwechselt. Die häufigste Form ist die Rot-Grün Schwäche, an der fast nur Männer leiden.

Bei einer Farbenblindheit fehlen eine oder mehrere Zapfentypen, sodass Betroffene bestimmte Farben gar nicht mehr sehen. Die schlimmste Form ist die vollständige Farbenblindheit, bei der man die Welt nur noch in grau sieht. Manchmal sind Krankheiten wie Grüner Star, Alzheimer oder Diabetes die Ursache für Farbenblindheit. Diese Erkrankungen können die Funktion der Zapfen schwächen oder lassen sie ganz ausfallen.

Gesichtsfeldausfälle (Skotome)

Bei Gesichtsfeldausfällen (Skotome) nehmen Betroffene eine Einschränkung des Gesichtsfeldes und eine Verschlechterung der Sehschärfe wahr. Wenn die Ränder betroffen sind, spricht man von einem Tunnelblick. Auslöser dafür können Erkrankungen wie ein Grüner Star (Glaukom), die altersbedingte Makuladegeneration, eine Sehnervenentzündung oder Netzhautschäden sein. Auch bei einem Schlaganfall können Gesichtsfeldausfälle auftreten.

Sehstörungen Symptome: Gesichtsfeldausfälle (Skotome)

Rußregen, Schleier und Nebel

Bei einem Rußregen sehen Betroffene viele kleine schwarze Punkte, Lichtblitze oder große schwarze Flecken vor den Augen. Die Ursache solcher Sehprobleme ist möglicherweise ein Riss in der Netzhaut. Bei einem Netzhautriss löst sich der Glaskörper von der Netzhaut und reißt. Symptome wie ein Schleier oder Nebel vor dem Auge können die Folge sein. Gehen Sie bei solchen Erscheinungen sofort zu einem Arzt!  

Unscharfes Sehen

Sie sehen verschwommen, unscharf, nehmen die Umwelt wie durch einen Nebel oder Schleier wahr? Verschwommenes Sehen als verbreitete Sehstörung hat unterschiedliche Ursachen. Wahrscheinlich sind Ihre Augen überanstrengt oder Sie leiden an einer Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit/ Weitsichtigkeit). Auch ein Grüner Star oder im schlimmsten Fall eine Netzhautablösung können Gründe dafür sein.

Punkte und kleine Fäden im Gesichtsfeld

Punkte und kleine Fäden vor dem Auge werden fliegende Mücken oder französisch “mouches volantes” genannt. Der Grund für die Sehstörung ist eine Trübung des Glaskörpers und ist meist harmlos. Ist Ihr Sehvermögen aber stark beeinträchtigt, könnte das auf eine Abhebung des Glaskörpers oder eine Netzhautablösung hindeuten. In diesem Fall sollte sofort ein Augenarzt kontaktiert werden.

Sterne sehen

Sterne sieht man hoffentlich nur in der Nacht. Wenn Sie untertags “Sterne sehen” haben Sie womöglich einen zu niedrigen Blutdruck. Dabei gelangt nicht genug sauerstoffreiches Blut in das Gehirn und der Blutdruck sinkt ab. Das führt dazu, dass die Netzhaut die Lichtreize nicht mehr richtig verarbeiten kann und es erscheinen blitzende Punkte vor den Augen. Es droht eine Ohnmacht, wenn der Blutdruck weiter sinkt. Leiden Sie an zu niedrigem Blutdruck, lassen Sie es am besten von einem Arzt abklären. 

Blindheit

Blindheit ist entweder angeboren oder entsteht im Laufe des Lebens. Das Sehvermögen fehlt vollständig (Amaurose). Häufig folgt die Blindheit auf eine Makuladegeneration, bei der die Netzhaut geschädigt ist. Zudem sind Krankheiten, Verletzungen oder Entzündungen am Gehirn die Ursache für Blindheit.

Die 8 häufigsten Sehstörungen

Ursachen von Sehstörungen

Die möglichen Ursachen von Sehstörungen sind vielfältig. Augenerkrankungen, innere oder neurologische Erkrankungen können Sehprobleme auslösen. Kopfverletzungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Vergiftungen können das Sehvermögen beeinträchtigen. Weniger dramatische Gründe für Sehstörungen sind überanstrengte Augen oder eine Kreislaufschwäche. Im Alter sind Sehstörungen sogar üblich, weil ältere Menschen vermehrt unter diversen Krankheiten leiden und Medikamente einnehmen müssen. Sie sehen also, die Arten von Sehstörungen sind äußerst komplex und die Ursache bedarf einer genauen Untersuchung.

Sehstörungen – Ursachen im Auge

Viele Menschen haben eine Sehschwäche in Form einer Fehlsichtigkeit, wie beispielsweise eine Kurz – oder Weitsichtigkeit. Beide Formen gehen mit einem Verlust der Sehschärfe einher. Bereits Kinder wie auch ältere Menschen sind davon betroffen. Bei einer Kurzsichtigkeit sehen Menschen nur nahe Objekte scharf, die Sicht in die Ferne bleibt unscharf, da der Augapfel zu lang ist.

Bei einer Altersweitsichtigkeit nimmt nach längerer Zeit die Elastizität der Linse ab, was zu unscharfen Bildern führt.

Das Schielen betrifft oft Kinder und wird meist von Doppelbildern begleitet. Dabei funktionieren die Augenmuskel nicht ausreichend. Häufig können Ärzte nicht begründen, welche Auslöser zu Schielen führen. 

Bei einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sehen Betroffene verzerrt, verschwommen oder unscharf.

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) betrifft die Sehzellen in der Mitte der Netzhaut. Die Zellen können sich nicht mehr erneuern und die zentrale Sehschärfe geht teilweise oder ganz verloren.

Der Graue Star (Katarakt) führt zu langsam zunehmenden Sehstörungen und eventuell auch zu starken Blendungserscheinungen. Betroffene berichten häufig von einem ‘“Schleiersehen”.

Grüner Star (Glaukom) geht mit Gesichtsfeldausfällen einher. Leidtragende sehen Nebel vor den Augen oder farbige Ringe um grelle Lichtquellen. Ein Glaukomanfall sollte schnellstmöglich vom Arzt behandelt werden.

Patienten, die fliegende Mücken vor dem Auge wahrnehmen, sind von einer Glaskörpertrübung oder einer Glaskörperabhebung betroffen. Sehstörungen wie Punkte und kleine Fäden können die Folge sein. Liegt eine Glaskörperblutung zugrunde, erkennen Betroffene schwarze Punkte bzw. Rußregen im Gesichtsfeld. Sehstörungen bei Unterzuckerung ist auch eine mögliche Ursache.

Bei einer Netzhautablösung können plötzliche Lichtblitze, dunkle Punkte und Schatten auftreten. Sie sollten sofort einen Arzt kontaktieren!

Die Augenmigräne kann von Kopfschmerzen begleitet werden. Viel mehr aber führt Augenmigräne zu Augenflimmern, Lichtblitzen und Gesichtsfeldausfällen. Stress, Hormonschwankungen oder grelles Licht können Ursachen dafür sein. 

Trockene Augen können eine Bindehautentzündung oder Hornhautentzündung verursachen. Die Umwelt wird verschwommen und unklar wahrgenommen.

Weitere Ursachen von Sehstörungen sind eine Hornhautentzündung und Gefäßhautentzündung. Diese werden wiederum auf andere Erkrankungen zurückgeführt. 

Zudem können Sehprobleme aufgrund einer Sehnervenentzündung auftreten. Hier sehen Betroffene weniger scharf und Farben erscheinen blass.

Augentumore vermindern die Sehschärfe stark und sorgen für dunkle Flecken und Gesichtsfeldausfälle.

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Sehstörungen – Ursachen, die nicht vom Auge ausgehen

Die Nervenerkrankung Multiple Sklerose geht mit Sehstörungen einher, die häufig das erste Krankheitszeichen sind. Betroffene sehen unscharf, verschwommen oder nehmen Doppelbilder wahr. Gehen Sie umgehend zu einem Augenarzt!

Sehstörungen können ein Indiz für einen Schlaganfall sein. Manche erblinden auf einem Auge, sehen Doppelbilder oder stellen Gesichtsfeldausfälle fest.

Die Zuckerkrankheit Diabetes kann die feinen Gefäße in der Netzhaut beschädigen. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann es sogar zu einer Netzhautablösung kommen. Symptome sind Rußregen oder Lichtblitze.

Bei der Migräne mit Aura können Sehstörungen wie Augenflimmern, Lichtblitze, bunte Zacken oder Gesichtsfeldausfälle auftreten. Diese Erscheinungen verursachen häufig starke Kopfschmerzen. 

Die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow führt zu einer Schilddrüsenüberfunktion, die das Sehvermögen beeinflusst. Die Krankheit geht oft mit einer Verschlechterung des Sehvermögens, Lichtscheu, Doppelbilder und einem Fremdkörpergefühl im Auge einher. Es können auch trockene Augen, Lidschwellungen oder Rötungen auftreten. 

Eine Arterienentzündung (Arteriitis temporalis) tritt vor allem nach dem 50. Lebensjahr auf. Bei der Krankheit entzünden sich die Arterienwände der Schläfen- oder Hirnarterie. Die abschnittsweise auftretende Entzündung führt zu einem einseitigen Sehverlust, der sich innerhalb einiger Wochen auf das zweite Auge niederschlägt.

Aneurysma im Gehirn bezeichnet eine erweiterte Hirnarterie. Ständige oder wechselnde Doppelbilder sind die Folge. Reißt eine Hirnarterie auf, droht eine lebensgefährliche Hirnblutung.

Eine Hirnblutung entsteht beim Aufreißen eines Hirnaneurysmas und führt zu plötzlichen Doppelbildern, Bewusstseinstrübungen oder auch zu Lähmungen.

Nicht nur bösartige, sondern auch gutartige Hirntumore können Sehstörungen verursachen. Patienten sind von einer zunehmenden Verschlechterung des Sehvermögens, Doppelbilder und Gesichtsfeldausfällen betroffen.

Kreislaufprobleme können mit Sehstörungen einhergehen, die wiederum für Schwindel oder Gangunsicherheit verantwortlich sind. 

Alkohol und andere Drogen wie Cannabis, Kokain oder Heroin beeinträchtigen die optische Wahrnehmung und können zudem Sehstörungen auslösen.

Nebenwirkungen von Medikamenten können zu Sehstörungen führen und die Farbwahrnehmung beeinflussen. Antibiotika und entwässernde Mittel (Diuretika) sind Beispiele, bei denen Symptome auftreten können.

Weiters können auch Nackenverspannungen unter gewissen Umständen eine Sehstörung verursachen. Starke Verspannungen der Muskeln an der Halswirbelsäule (HWS) werden auch häufig von Kopfschmerzen und Schwindel begleitet.

Sehstörung oder gefährliche Augenkrankheit? Diagnostik

Sehstörung oder gefährliche Augenkrankheit? Diagnostik

Im Zuge einer fachärztlichen Diagnostik werden Sie zunächst über Ihre Krankengeschichte befragt. Bedeutend ist, seit wann und in welcher Form Sehstörungen auftreten und ob diese von anderen Beschwerden begleitet werden.

Es gibt einige Untersuchungen, welche die Ursache von Sehstörungen aufklären können:

  • Augenärztliche Untersuchung: Der erste Weg führt zu einem Augenarzt, der unter anderem die Sehleistung prüft und so mögliche Fehlsichtigkeiten erkennen kann.
  • Spaltlampenuntersuchung: Mithilfe einer Spaltlampe kann der Augenarzt Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts aufdecken. Dazu gehören unter anderem der Graue Star (Katarakt) oder eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uveitis).
  • Augenspiegelung: Mittels Augenspiegelung (Ophthalmoskopie) lässt sich der Hintergrund der Augen untersuchen. Diese Methode wird angewendet, wenn ein Verdacht auf eine Netzhauterkrankung oder einen Augentumor besteht. 
  • Augeninnendruckmessung: Wird ein Grüner Star (Glaukom) als Grund für Sehstörungen vermutet, führen Ärzte eine Augeninnendruck Messung (Tonometrie) durch.
  • Blutuntersuchungen: Sie sind wichtig, wenn eine infektiöse Sehnerventzündung oder Morbus Basedow zugrunde liegt.
  • Neurologische Untersuchungen: Werden bestimmte neurologische Störungen oder Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder eine Sehnervenentzündung vermutet, kontrolliert der Arzt den Zustand und Funktion der Nervenbahnen. 
  • Ultraschalluntersuchung: Der Augenultraschall (Sonografie) dient der Abklärung im Hinblick auf eine Netzhautablösung, Augentumor oder einer Veränderung der Sehnerven. 
  • Angiografie: Bei dieser Untersuchung werden die Gefäße in der Netzhaut und der Aderhaut durch Farbstoffe auf Bildern sichtbar gemacht. Diese Untersuchung der Blutgefäße (Angiografie) wird bei Verdacht auf eine altersbedingte Makuladegeneration angewendet.
  • Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT): Kommen Sehstörungen aufgrund von Tumoren, Hirnaneurysmen oder Hirnblutungen in Frage, können diese Methoden Aufschluss geben, welche Ursache genau dahintersteckt.  

Sehstörungen behandeln

Um Sehstörungen zu behandeln, gibt es rasche Lösungen wie auch die langfristige Korrektur durch eine Augenlaser-Operation. 

Bei Entzündungen schaffen häufig verschiedene Medikamente Abhilfe. Eine Brille oder Kontaktlinsen können vorübergehende Lösungen sein, wenn es sich um Sehstörungen aufgrund einer Fehlsichtigkeit handelt. 

Eine nachhaltige Methode, um Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen zu heilen, ist die Augenlaser Behandlung. Bei einem Grauen Star (Katarakt) und manchmal auch bei einem Grünem Star (Glaukom) ist eine Operation notwendig.

Sehstörungen - Augenlaser Behandlung

Wie werden neurologische Sehstörungen behandelt?

Die Diagnose ist die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung. Patienten werden nach Veränderungen ihres Sehvermögens und ihrer Wahrnehmung befragt. Zur Diagnostik gehören auch spezielle neurologische Untersuchungen. Das Sehvermögen kann mit gezielten Therapien verbessert werden. 

Bei Gesichtsfeldausfällen aufgrund eines Schlaganfalls oder einer Hirnverletzung werden vorrangig zwei Therapieformen angewendet. Eine davon ist das visuelle Explorationstraining (VET). Das Ziel dabei ist es, Gesichtsfeldausfälle durch rasche und gezielte Blickbewegungen auszugleichen. Mit der visuellen Restitutionstherapie (VRT) wird die Erweiterung des eingeschränkten Gesichtsfeldes trainiert. Weiters können die Sehstörungen mit einer medikamentösen Therapie, Physiotherapie, Entspannungstherapie, psychologische Therapien oder Ergotherapie oft sehr gut behoben werden. Vorsicht – plötzliche Sehstörungen sind oftmals ein wichtiger Vorbote für einen Schlaganfall (Hirninfarkt).

Tipp – was kann man bei Sehstörungen selbst tun?

Nachfolgend fassen wir Ihnen einige Tipps zusammen, wie Sie Sehstörungen vorbeugen können und für gesunde Augen sorgen.

  • Ausgewogene Ernährung: Karotten, rote Rüben, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Spinat versorgen Ihre Augen mit wichtigen Nährstoffen. 
  • Verzicht auf Alkohol, Kaffee, Schokolade: Wenn Genussmittel eine Migräneattacke auslösen, sollten Sie diese meiden.
  • Verzicht auf Nikotin: Das Rauchen verschlechtert die Durchblutung des Sehnervs.
  • Körperliche Bewegung: Sport fördert die Durchblutung und sorgt dadurch auch für gesunde Augen.
  • UV-Schutz: Verwenden Sie Sonnenbrillen mit ausreichend UV-Schutz, denn UV-Strahlen können die Netzhaut und Augenlinse schädigen.
  • Frische Luft: Heizungsluft begünstigt trockene Augen, die wiederum zu Entzündungen führen können. Regelmäßiges Stoßlüften sorgt für eine frische und feuchte Luft.
  • Augenübungen: Durch Augenkreisen oder Hin- und Herschauen fördern Sie Ihre Augenmuskulatur. 
  • Augen entspannen: Legen Sie zwischendurch die Hände auf die Augen, wenn Sie viel Bildschirmarbeit verrichten. Dunkelheit entspannt.
  • Augen massieren: Sie können die Augenpartie mit zwei Fingern abklopfen, damit die Durchblutung und der Tränenfluss angeregt wird.
  • Augenarzt Kontrollen: Besuchen Sie regelmäßig Ihren Augenarzt, denn eine frühzeitige Diagnose erhöht die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung.

Sehstörungen – wann muss ich zum Arzt?

Es gibt einige Hinweise, bei denen Sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten. Wenn beispielsweise neue und plötzliche Sehstörungen wie abrupte Verschlechterung des Sehvermögens oder Doppelbilder auftreten (Doppeltsehen), gehen Sie am besten umgehend zu einem Augenarzt. Doppelbilder können auf eine Verletzung der Augenhöhle hindeuten.

Sie sehen immer wieder Lichtblitze, Farbringe um Lichtquellen oder Rußregen, wie schwarze Punkte, Flecken? Oder Sehstörungen werden von weiteren Beschwerden wie starken Kopfschmerzen oder Übelkeit begleitet? Bei diesen Anzeichen sollten Sie ebenfalls dringend einen Arzt kontaktieren.

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