Dioptrien-Tabelle für Altersweitsichtigkeit – Doctor-medic Bányai erklärt
In einer Dioptrien-Tabelle lässt sich die durchschnittliche Entwicklung einer Alterssichtigkeit abbilden, denn ihr Verlauf folgt normalerweise einem ähnlichen Schema. Mit Beginn um das 40. Lebensjahr nimmt die Presbyopie nämlich alle fünf Jahre um ca. +0,5 dpt zu, bis der Vorgang um das 65. Lebensjahr abgeschlossen ist.
Entsprechend finden Sie in diesem Beitrag nicht nur Infos zum gewöhnlichen Verlauf einer Presbyopie, sondern auch die zu erwartenden Dioptrien je Alter in Form einer Tabelle.
Verlauf der Presbyopie – ab wann und bis wann ist sie relevant?
Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) beginnt meist ab dem 40. Lebensjahr und schreitet mit dem zunehmenden Alter fort. Ursache der Alterssichtigkeit ist der Alterungsprozess der Augenlinse und des Ziliarmuskels, die für die Biegung der Linse zur Nahsicht verantwortlich sind.
Dadurch wird die Akkommodation beeinträchtigt – die Fähigkeit des Auges, sich auf unterschiedliche Entfernungen einzustellen. Damit erklärt sich auch das wichtigste Symptom der Presbyopie:
Die Sehleistung im Nahbereich nimmt ab, während die Fernsicht oft ungestört bleibt. Dieser Vorgang ist ein vollkommen natürlicher Prozess, sodass man sie auch nicht zu den häufigsten Augenkrankheiten im Alter zählt – denn eine Krankheit ist sie nicht. Trotzdem bringt sie Unannehmlichkeiten, die im weiteren Verlauf auch zunehmen, und zwar um ca. +0,75 dpt alle fünf Jahre.
Abgeschlossen ist dieser Vorgang, der so gut wie alle Menschen irgendwann betreffen wird, um das 65. Lebensjahr. Hier hat die Presbyopie ihre maximale Stärke erreicht, kommt also bei etwa +3 Dioptrien zum Stehen.
“Die meisten unserer Patienten, die sich für eine Laserbehandlung bei Alterssichtigkeit interessieren, tun dies aus zwei Gründen. Einerseits fühlen sie sich mit einer Brille unwohl; noch viel vordergründiger ist aber der Wunsch, wieder sehen zu können wie in jüngeren Jahren.“ – Bányai Neue Augen
Tabelle: Dioptrien bei Altersweitsichtigkeit
Die untenstehende Tabelle mit Dioptrien bildet ab, wie ausgeprägt die Alterssichtigkeit üblicherweise in einem bestimmten Alter ist:¹
| Alter | Dioptrienwerte (dpt) |
| 45 – 50 | +0,75 dpt |
| 50 – 55 | +1,5 dpt |
| 55 – 60 | +2,25 dpt |
| 60 – 65(+) | +2,75 bis 3 dpt |
¹ Apotheken.de: Alterssichtigkeit. https://www.apotheken.de/krankheiten/4141-alterssichtigkeit.
Diese Werte dienen als grobe Orientierung und können individuell variieren. Sie verdeutlichen jedoch, dass die Sehstärke im Nahbereich mit der Zeit deutlich abnehmen kann. Allerdings empfiehlt es sich, dass dieser Prozess von augenärztlichen Untersuchungen begleitet wird. Besonders aber bei schnellen Veränderungen sollte man schnell reagieren und einen Augenarzt aufsuchen.
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Die Stärke der Presbyopie feststellen
Ein Augenarzt kann feststellen, wie stark eine Alterssichtigkeit konkret ausgeprägt ist, und das Ergebnis in einen Brillenpass eintragen. Dazu führt der Augenarzt oder Augenoptiker Sehtests durch, um die Brechung des Lichts im Augapfel zu bestimmen.
Bestehende Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung werden dabei berücksichtigt. Denn besonders bei Alterssichtigkeit und Kurzsichtigkeit in Kombination ist ein gezieltes Vorgehen wichtig, um sowohl in der Ferne als auch in der Nähe scharf sehen zu können. Häufig setzt man dazu auf Multifokallinsen und Gleitsichtbrillen.
Dioptrien bei Altersweitsichtigkeit berechnen
Wie erwähnt werden beim Augenarzt oder Optiker die exakten Dioptrienwerte ermittelt, die Sie zum scharfen Sehen benötigen. Positive Werte (+) stehen dabei für Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit, negative (-) für Kurzsichtigkeit.
Der Kehrwert der Brennweite (in Metern) ergibt die Brechkraft in Dioptrien: D = 1/f. Diese Maßeinheit gibt an, wie stark ein Brillenglas oder eine Kontaktlinse das Licht brechen muss, um einen Sehfehler oder eine Sehschwäche zu korrigieren.

Den ansteigenden Dioptrien der Altersweitsichtigkeit entgegenwirken
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der Altersweitsichtigkeit entgegenzuwirken. Lesebrillen sind dabei die einfachste Form der Sehhilfe, um im Nahbereich wieder scharf zu sehen. Gleitsichtbrillen und Bifokalbrillen ermöglichen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe klares Sehen und sind besonders bei zusätzlich kurzsichtigen Menschen beliebt. Und auch Kontaktlinsen bei Alterssichtigkeit sind ein gefragtes Mittel, um die Beschwerden der Presbyopie auszugleichen.
Beim refraktiven Linsentausch hingegen ersetzen wir die starren körpereigenen Linsen durch multifokale Kunstlinsen, um unseren Patienten zu einer verbesserten Sehschärfe auf unterschiedliche Distanzen zu verhelfen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) rund um Dioptrien
Altersweitsichtigkeit beginnt häufig ab dem 40. Lebensjahr und entwickelt sich meist schrittweise. Der genaue Verlauf ist individuell unterschiedlich.
Die benötigte Nahkorrektur hängt unter anderem vom Alter, vom Arbeitsabstand und von der vorhandenen Fernsehstärke ab. Eine Tabelle kann nur Durchschnittswerte darstellen und ersetzt keine individuelle Messung.
Die Veränderung verläuft nicht bei allen Menschen gleich. Die Fähigkeit der Augenlinse zur Nahfokussierung nimmt typischerweise über mehrere Jahre ab, bis sich der Verlauf im höheren Alter stabilisiert.
Nicht zwingend. Je nach Sehaufgabe und vorhandener Fehlsichtigkeit kommen auch andere Korrekturen infrage, zum Beispiel eine Gleitsichtbrille, Kontaktlinsen oder bestimmte operative Verfahren.
Ob eine Behandlung möglich und sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem von Alter, Augenbeschaffenheit und vorhandenen Augenerkrankungen. Das kann nur im Rahmen einer individuellen Untersuchung beurteilt werden.
